Tagebuch des Leonhard König – Teil 4

Eintrag04

Und wieder ein wenig später schreibt Leohnhard König über die Wiener Kultur.
Liebes Tagebuch manchmal glaube ich träume das Alles nur. Die Regimentskapelle ist zu einem festen Bestandteil der Wiener Musik-Kultur geworden. Was wir alles spielen ist unglaublich. Wir spielen bei Feiern und Siegesparaden, bei Bällen und geben Platzkonzerte. Wir spielen bei den Heurigen in Grinzig und in den prunkvollsten Palais in Wien. Wir spielen drinnen und im Freien und natürlich für unser Regiment. Und einmal, ich trau es mir gar nicht sagen, wir waren mit dem Regiment im Feld und wir spielten, obwohl das Regiment kapituliert hatte. Das musst du dir vorstellen, liebes Tagebuch, in Lanrecy im Jahre des Herrn 1794 marschierte die komplette Garnison mit allen militärischen Ehren und unserem klingenden Spiel aus und legte die Waffen auf dem Glacis vor den siegreichen französischen Truppen nieder. Aber das war der Wahnsinn, Jessas haben die Franzosen geschaut, wie wir trotz der Niederlage gespielt haben. Sowas haben die noch nie gehört, glaub ich.

Neugierig wie es weitergeht? Was wird der echte Deutschmeister-Musikers noch alles erleben? Folgen Sie Leonhard König, Baritonhornist ab jetzt hier auf unserer Seite. Viel Vergnügen.

Getagged mit: , , , , ,