Tagebuch des Leonhard König – Teil 6

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Kurze Zeit später schreibt ein Korporal des Regiments Deutschmeistergeschichte und Leonhard König beschreibt dieses Ereignis so: Liebes Tagebuch, heute Nacht ist etwas passiert, ich bin noch ganz aufgeregt. Bin gerade erst heimgekommen und muss das aber aufschreiben. Es ist der 20. März im Jahre des Herrn 1893 und es ist 3 Uhr in der Früh. Ich war gestern mit ein paar Offizieren und Soldaten vom k.u.k. Infanterie Regiments Hoch- und Deutschmeister und Freunden und Familienmitgliedern im Ober Sankt Veiter Kasino eingeladen. Die Hälfte des Militärdienstes war abgeleistet und das gehört gefeiert, außerdem war der Heilige Josef und das gehört natürlich auch gefeiert. Mich hat der Kamerad Wilhelm Jurek dazu eingeladen. Wir kannten uns und redeten oft über unsere Musik und die Kapelle. Und dann kommt´s liebes Tagebuch, um elf sowas, wir hatten gut gespeist und schon ein paar Achterl getrunken setzt sich der Jurek ans Klavier, holt sich den Kameraden Auerböck dazu und fängt zu spielen an. Mein Herz ist schon bei den ersten Takten wie verrückt gehupft. Und als der Auerböck dann den Refrain zum ersten Mal gesungen hat konnte ich nicht mehr sitzen bleiben, beim zweiten Mal bin ich aufgesprungen und habe mitgesungen – und nicht nur ich, fast der ganze Salon sang: „Mir san vom ka und ka Infanterie-Regiment Hoch- und Deutschmeister Nummero Vier!“

Neugierig wie es weitergeht? Was wird der echte Deutschmeister-Musikers noch alles erleben? Folgen Sie Leonhard König, Baritonhornist ab jetzt hier auf unserer Seite. Viel Vergnügen.

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